„Radikale Zugehörigkeit" — das Buch von William Cavins über Queere Theologie und das Evangelium der Inklusion
Buch von Bischof William R. Cavins über Queere Theologie und das Evangelium der Inklusion.
„Radikale Zugehörigkeit: Queere Theologie und das Evangelium der Inklusion" (Radical Belonging: Queer Theology and the Gospel of Inclusion) ist ein Buch des amerikanischen Pastors und Bischofs William R. Cavins, auf Englisch verfasst und unabhängig veröffentlicht.
William R. Cavins ist Gründungsbischof der Diözese Unserer Lieben Frau, Königin der Märtyrer (Diocese of Our Lady, Queen of Martyrs) in der Reformierten Katholischen Kirche. Seit 2020 ist er Pfarrer der Gemeinde Abiding Presence Faith Community in Orlando, Florida. Er wurde 1996 zum Diakon, 2006 zum Presbyter geweiht und 2013 zum Bischof konsekriert. Zu seinen weiteren Veröffentlichungen gehört eine Gebetssammlung für queere Gläubige: „Beloved and Bold: Prayers for Queer Faith, Justice, and Joy".
Die Reformierte Katholische Kirche ist eine unabhängige christliche Bewegung, die an der katholischen Liturgietradition und den Sakramenten festhält, aber die päpstliche Autorität nicht anerkennt. Im Unterschied zur Römisch-Katholischen Kirche weiht sie Frauen und offen LGBTQ+-Personen zu allen kirchlichen Ämtern, einschließlich des Bischofsamtes.
Queere Theologie ist eine Strömung der christlichen Theologie, die sich in den 1990er Jahren entwickelt hat. Sie liest biblische Texte und kirchliche Überlieferung durch die Erfahrung von LGBTQ+-Menschen neu. Queere Theologen stellen Bibelauslegungen in Frage, die historisch dazu dienten, homosexuelle und transgender Personen vom religiösen Leben auszuschließen.
Der Buchtitel verbindet zwei Konzepte: „radikale Zugehörigkeit" und „Evangelium der Inklusion". In der christlichen Theologie bezeichnet das „Evangelium" die zentrale Botschaft von Gnade und Heil. Das Konzept des „Evangeliums der Inklusion" geht davon aus, dass diese Botschaft an alle Menschen ohne Ausnahme gerichtet ist, einschließlich derjenigen, die traditionelle Kirchen historisch abgelehnt haben. Cavins untersucht diese Konzepte aus der Perspektive der queeren Theologie.