„Starke Stimmen" — das Buch von Laura Decurtins über Frauen in der Bündner Musikkultur
Eine Studie über die historische Teilhabe von Frauen am Musikleben des Schweizer Kantons Graubünden.

Im Mai 2026 veröffentlichte der Zürcher Verlag Chronos Verlag das Buch Starke Stimmen: Frauen in der Bündner Musikkultur. Es wurde von Laura Decurtins verfasst — einer Schweizer Musikwissenschaftlerin und wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Instituts für Kulturforschung Graubünden. Das Buch erschien auf Deutsch.
Graubünden ist der größte Kanton der Schweiz und der einzige offiziell dreisprachige: Seine Bevölkerung spricht Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Decurtins’ Forschung widmet sich dem Musikleben dieser Region und dem historischen Ausschluss von Frauen aus dem öffentlichen Musikleben — bedingt durch gesellschaftliche Normen und Vorurteile.
Das Buch dokumentiert, wie Frauen im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schrittweise Sichtbarkeit und Anerkennung in der regionalen Musikkultur erlangten. Decurtins holt die musikalischen Beiträge von Frauen im Bündner Kulturleben aus der Vergessenheit und gibt ihnen durch persönliche Erzählungen und berufliche Erfahrungen eine Stimme.
Laura Decurtins studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Rätoromanisch an den Universitäten Zürich und Wien und promovierte 2019. Ihre frühere Arbeit Chantai rumantsch! — eine Geschichte der rätoromanischen Musik — wurde mit dem Jacques-Handschin-Preis der Gesellschaft für Musikforschung ausgezeichnet.
Schlagwörter