Französischer Staatsbürger im Senegal wegen Homosexualitätsvorwürfen inhaftiert

Am 14. Februar 2026 nahm die Polizei im Senegal einen französischen Staatsbürger fest. Ihm wurden “widernatürliche Handlungen”, kriminelle Verschwörung, Geldwäsche und der Versuch der HIV-Übertragung vorgeworfen.

Bei dem Inhaftierten handelt es sich um einen 30-jährigen Ingenieur, der in Dakar, der Hauptstadt des Senegals, lebt. Er wurde während einer Reihe von Razzien gegen LGBT-Personen festgenommen. Das französische Konsulat in Dakar beobachtet die Situation und hält Kontakt zur Familie des Inhaftierten. Diplomaten haben ihn bereits viermal in der Haftanstalt besucht.

Die Verhaftung fand vor dem Hintergrund zunehmender Homophobie im Senegal statt. Anfang März verabschiedete das Parlament des Landes ein neues Gesetz, das am 31. März von Präsident Bassirou Diomaye Faye unterzeichnet wurde. Nun werden homosexuelle Beziehungen im Senegal mit fünf bis zehn Jahren Gefängnis bestraft. Die Verschärfung der Strafen für Homosexualität war ein langjähriges Versprechen der Regierungspartei.

Vertreter des französischen diplomatischen Dienstes bestätigten die Verhaftung und erklärten, dass das Land sich weiterhin für die weltweite Entkriminalisierung von Homosexualität und den Schutz der Rechte von LGBT-Personen einsetzt.