Mitarbeiter des Gay-Clubs Pose in Orenburg erhalten Gefängnisstrafen wegen 'LGBT-Extremismus'
Das zentrale Bezirksgericht in Orenburg hat drei Mitarbeiter des Pose-Clubs verurteilt, die der Organisation der Aktivitäten einer extremistischen Organisation angeklagt waren. Dies ist der erste Strafprozess dieser Art in Russland nach der Einstufung der „Internationalen öffentlichen LGBT-Bewegung“ als extremistisch.
Nach Informationen der Publikation „Ostoroschno, Nowosti“ wurde der Besitzer des Lokals, Wjatscheslaw Chasanow, zu 7 Jahren in einer allgemeinen Strafkolonie verurteilt. Die Administratorin Diana Kamiljanowa erhielt 6 Jahre und 3 Monate, während der Art-Direktor Alexander Klimow zu 2 Jahren und 3 Monaten Gefängnis verurteilt wurde.
Das Gericht verhängte außerdem zusätzliche Strafen: Freiheitsbeschränkung für einen Zeitraum von 8 Monaten bis zu eineinhalb Jahren sowie ein Arbeitsverbot in der Gastronomie und Unterhaltungsbranche für 2 bis 3 Jahre nach der Entlassung. Darüber hinaus wurden dem Besitzer des Lokals mehr als eine Million Rubel entzogen, die das Gericht als Einnahmen aus illegalen Aktivitäten wertete. Die Angeklagten bekannten sich nicht schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.