Bericht über Verletzungen von LGBT-Rechten in der Ukraine im Jahr 2025 veröffentlicht
Die Osteuropäische Koalition für LGBT-Gleichstellung hat einen Monitoring-Bericht über Verletzungen der Rechte von LGBT-Personen in der Ukraine für das Jahr 2025 vorgelegt. Laut den Daten des Berichts wurden im Land 52 einzigartige Fälle von Verletzungen registriert.
Unter den Hauptarten von Verletzungen heben die Autoren Hassrede (36 Fälle), Diskriminierung (34), geschlechtsspezifische Gewalt (32) und Hassverbrechen (27) hervor. Viele Vorfälle umfassten mehrere Arten von Verletzungen gleichzeitig. Mehr als die Hälfte der Hassverbrechen ging mit der Anwendung physischer Gewalt einher.
Die höchste Anzahl von Vorfällen (19) ereignete sich in Kiew. Zwei Fälle wurden im annektierten Sewastopol und Simferopol registriert, wo Personen nach dem russischen Gesetz zum Verbot von „LGBT-Propaganda“ mit Geldstrafen belegt wurden.
Die Hälfte der dokumentierten Fälle steht im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen LGBT-Aktivismus, einschließlich Angriffen auf Organisationen und Versuchen, Veranstaltungen zu stören. In Einzelfällen waren am häufigsten junge Menschen im Alter von 19 bis 25 Jahren betroffen. Der Bericht betont gesondert die Verwundbarkeit von Transgender-Personen, auf die 9 Vorfälle entfielen.
Acht Fälle stehen direkt oder indirekt im Zusammenhang mit militärischen Handlungen, von denen vier LGBT-Militärangehörige betreffen.
In 20 Fällen wandten sich die Opfer an die Polizei, aber nur in neun Fällen wurde eine Untersuchung eingeleitet. Nur in einem Fall wurde die Berücksichtigung eines Hassmotivs zuverlässig bestätigt. Gleichzeitig wird angemerkt, dass die Polizei bei der Gewährleistung der Sicherheit von LGBT-Veranstaltungen selbst effektiver handelte.
Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass das Problem systemischer Natur ist, und empfehlen dem Staat, Antidiskriminierungsgesetze zu verabschieden sowie Schulungen für Polizei, medizinisches Personal, Pädagogen und das Militär durchzuführen.
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