Russisches Justizministerium nimmt LGBT-Initiative „Kallisto“ in Extremistenregister auf
Am 3. Juli 2026 hat das Justizministerium der Russischen Föderation die aus Jaroslawl stammende LGBT-Initiative „Kallisto“ in die Liste der im Land verbotenen extremistischen Organisationen aufgenommen. Wie die Publikation Parni PLUS berichtet, sind die Einschränkungen für die Organisation bereits in Kraft getreten.
Zuvor, Ende April, hatte das Regionalgericht Jaroslawl „Kallisto“ als extremistische Organisation eingestuft. Es wird angemerkt, dass „Kallisto“ von zehn LGBT-Organisationen, gegen die das russische Justizministerium ähnliche Verfahren einleitete, die einzige war, die nicht den Status eines „ausländischen Agenten“ hatte. Zuvor wurden auch die LGBT-Gruppe „Wychod“ (Coming Out) und die „Internationale gesellschaftliche LGBT-Bewegung“ in das Extremistenregister aufgenommen.
Derzeit ist nicht bekannt, ob die Initiative ihre Aktivitäten fortsetzt, da ihre sozialen Netzwerke seit 2023 nicht mehr aktualisiert wurden. Der Gründer des Projekts, Jaroslaw Sirotkin, lebt derzeit in der Emigration. Im Jahr 2025 wurde er in die Liste der Extremisten aufgenommen und als ausländischer Agent anerkannt; gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Teilnahme an einer extremistischen Organisation eingeleitet.