Malaysischer Minister nennt Arbeitsstress als Ursache für Homosexualität
Der malaysische Minister für religiöse Angelegenheiten, Zulkifli Hasan, hat erklärt, dass Arbeitsstress, das soziale Umfeld und ein Mangel an religiöser Praxis zur Entwicklung von Homosexualität beitragen können. Dies teilte er in einer schriftlichen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mit und berief sich dabei auf eine Studie aus dem Jahr 2017.
Die Aussage des Ministers löste eine breite Diskussion und Kritik im In- und Ausland aus. Nutzer in sozialen Netzwerken reagierten auf die Worte des Politikers mit zahlreichen Witzen und Memes.
Führende medizinische und psychologische Organisationen unterstützen nicht die Vorstellung, dass Stress oder das äußere Umfeld die sexuelle Orientierung einer Person verändern können. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Konsens sind diese Faktoren keine Ursache für Homosexualität.
Darüber hinaus wies der Minister in seiner Antwort darauf hin, dass die malaysischen Behörden zwischen 2022 und 2025 insgesamt 135 Fälle von Verhaftungen oder Strafverfolgungen im Zusammenhang mit LGBT-Aktivitäten verzeichnet haben. Gleichgeschlechtliche Beziehungen bleiben in dem Land illegal.