Moskauer Gericht verbietet raubkopierte Übersetzung des queeren Romans „Mafia Target“
Ein Bezirksgericht in Moskau hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Amateurübersetzung des Romans „Mafia Target“ der Autorin Mila Finelli als verbotene Information eingestuft. Die Entscheidung schränkt die Verbreitung des Textes innerhalb Russlands ein.
Das Buch erzählt die Geschichte einer romantischen Beziehung zwischen dem ehemaligen Erben eines italienischen Mafia-Imperiums und einem Mann, der angeheuert wurde, um ihn zu töten. Laut der Zusammenfassung auf der offiziellen Website der Autorin beschreibt der Roman die gegenseitige Anziehung zweier Männer inmitten krimineller Konflikte.
Die Werke von Mila Finelli werden in Russland nicht offiziell veröffentlicht, sodass sich das Gerichtsurteil ausschließlich auf illegale Kopien bezieht, die von Enthusiasten online gestellt wurden. In Russland gibt es Gesetze, die die Verbreitung von Materialien einschränken, die als „Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen“ gelten. Auf dieser Grundlage blockieren Gerichte regelmäßig den Zugang zu solcher fiktionalen Literatur im Internet.


