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Russisches Rockfestival wegen LGBT-Inhalten bei Event ohne Altersbeschränkung bestraft

In der russischen Republik Udmurtien hat ein Gericht die Organisatoren des Rockfestivals „Uletay“ (YLETAЙ) zu einer Geldstrafe von 20.000 Rubel wegen falscher Alterskennzeichnung der Veranstaltung verurteilt. Die Plakate trugen das Zeichen „0+“ (ohne Altersbeschränkung), doch das Repertoire der Musiker enthielt vulgäre Sprache sowie mutmaßliche „Propaganda“ für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen und Drogen, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet .

Die Geldstrafe wurde gegen das organisierende Unternehmen „Mobil-Line“ verhängt. Laut Anklage wurden Verstöße bei den Auftritten der Bands F.P.G., Jane Air, „Smeh“, „Luchshiy samy den“ und „Chitmeal“ festgestellt. Ihre Songtexte enthielten Themen, deren Präsentation vor Minderjährigen verboten ist.

Ursprünglich drohte den Organisatoren eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Rubel oder eine Einstellung der Aktivitäten für bis zu 90 Tage. Das Gericht berücksichtigte jedoch mildernde Umstände: Das Unternehmen hatte die Verstöße freiwillig beseitigt. Es wurde nicht präzisiert, ob dies eine Änderung der Altersfreigabe oder eine Anpassung des Konzertprogramms bedeutete.

Das Festival „Uletay“ ist eines der größten Open-Air-Musikveranstaltungen in Russland und findet seit 2007 in Udmurtien statt. In den letzten Jahren hat das Land aktiv Gesetze angewendet, die sogenannte „LGBT-Propaganda“ verbieten, wovon regelmäßig Bücher, Filme, Musikvideos und andere Kunstwerke betroffen sind.

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