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Sieben frühere Polizeikräfte in Guatemala im Fall eines getöteten schwulen Paares verurteilt

Justizkomplex in Guatemala-Stadt: Torre de Tribunales und Oberster Gerichtshof. Archivaufnahme von 2011. Foto: Sistematización y Co… / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Justizkomplex in Guatemala-Stadt: Torre de Tribunales und Oberster Gerichtshof. Archivaufnahme von 2011. Foto: Sistematización y Co… / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Ein Gericht in Guatemala-Stadt hat am 21. Oktober 2026 sieben frühere Polizeiangehörige im Fall der Tötung zweier Männer verurteilt, die ein Paar waren und nach ihrer Festnahme 2024 starben. Darüber berichtet AFP in einem Artikel von La Nación. Die verhängten Haftstrafen reichen von acht bis 60 Jahren.

Zwei Angeklagte erhielten wegen außergerichtlicher Hinrichtung jeweils 60 Jahre, also 30 Jahre pro Opfer. Ein weiterer früherer Polizist wurde wegen des Todes eines Mannes zu 30 Jahren verurteilt und im Fall des anderen freigesprochen, erläutert Prensa Libre.

Zwei frühere Polizistinnen erhielten jeweils elf Jahre wegen Diskriminierung und Verletzung ihrer Dienstpflichten. Die übrigen beiden wurden zu acht Jahren wegen Amtsmissbrauchs und rechtswidriger Festnahme beziehungsweise zehn Jahren wegen Behinderung der Strafverfolgung und Pflichtverletzung verurteilt.

Der Fall betrifft Milton Nelson Santamaría, der die kanadische und salvadorianische Staatsbürgerschaft besaß, und seinen guatemaltekischen Partner Eldin Choc. Sie wurden am 18. April 2024 in San Andrés Itzapa im Westen des Landes festgenommen und auf eine Polizeiwache gebracht. Die Organisation Cristosal, die Chocs Familie vertrat, bezeichnet die Festnahme als rechtswidrig.

Laut Cristosal beschrieben Zeugen Schläge und homofeindliche Beleidigungen, nachdem die Männer erklärt hatten, ein Paar zu sein. Santamaría starb nach Schlägen auf der Wache, Chocs Leiche wurde sieben Tage später gefunden. Sprachnachrichten einer Polizistin über das Geschehen halfen, die Ermittlungen einzuleiten.

Die Verteidigung beantragte Freisprüche und verwies auf unzureichende Beweise für eine Beteiligung der Angeklagten an den Straftaten, berichtete La Hora vor der Urteilsverkündung. Das Gericht bemaß die Strafen nach der jeweils festgestellten Rolle der früheren Polizeikräfte.

Cristosal sieht ein durch Vorurteile motiviertes Verbrechen und weist darauf hin, dass Guatemala keinen eigenständigen Straftatbestand für Hassverbrechen hat. Dies ist die Bewertung der Organisation, die eine Opferfamilie vertrat; verurteilt wurde wegen außergerichtlicher Hinrichtung, Diskriminierung und weiterer Delikte.

Urania berichtete bereits über die regionale Erfassung von Tötungen an LGBT-Menschen in Lateinamerika. Auch Guatemalas Vereinigung Lambda beteiligt sich daran.

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