Südafrikanische Vizeministerin besucht in Ottawa den Standort des künftigen Thunderhead-Denkmals
Die südafrikanische Vizeministerin Mmapaseka Steve Letsike hat in Ottawa die Baustelle des künftigen Denkmals Thunderhead besucht, das als nationales Monument zur Erinnerung an die Diskriminierung von 2SLGBTQI+-Menschen in Kanada entsteht. Nach Angaben der Organisatoren des Ottawa Civic Space Summit nahm Letsike vom 21. bis 23. April an der Veranstaltung in Kanada teil.
Laut der Projektbeschreibung auf der Website des Denkmals und der Seite von Canadian Heritage wird Thunderhead auf traditionellem Gebiet der Anishinabe-Algonquin in Ottawa errichtet. Im Zentrum soll eine große Säule mit einer verspiegelten Gewitterwolke im Inneren stehen. Das Gelände soll außerdem einen Garten, einen Obstgarten, einen Heilkreis mit von Vertreterinnen und Vertretern indigener Gemeinschaften ausgewählten Steinen sowie Raum für große Versammlungen und stille Reflexion umfassen.
Begleitet wurde Letsike von der ehemaligen US-Sondergesandten für LGBTQI+-Rechte Jessica Stern, Kim Vance-Mubanga von Egale International und Doug Kerr vom Canada Dignity Network. Das südafrikanische Ministerium verband den Besuch mit den Themen Erinnerung, Anerkennung und Gerechtigkeit für verletzliche Gemeinschaften.
Finanziert wird das Projekt aus Mitteln eines Sammelvergleichs von 2018 gegen die kanadische Regierung. In der Klage ging es um die sogenannte LGBT Purge, in deren Verlauf der Staat von den 1950er Jahren bis Mitte der 1990er Jahre 2SLGBTQI+-Menschen aus Militär, Polizei und Bundesverwaltung verfolgte, schikanierte und entließ. Auf der Thunderhead-Website heißt es, das Denkmal solle im Sommer 2026 eröffnet werden.