Deutschland, Neuseeland und Chile unterzeichneten die LGBT-Erklärung der Botschaften in Russland zum Pride Month nicht

Zehn ausländische Botschaften in Moskau haben zum Pride Month eine gemeinsame Erklärung zur Unterstützung der LGBT+-Rechte veröffentlicht. Laut Parni+ wurde das Dokument von Australien, Irland, Frankreich, Dänemark, Kanada, Finnland, Norwegen, den Niederlanden, Spanien und Schweden unterzeichnet.

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Unterzeichner von 12 auf 10: Die Botschaften Deutschlands, Neuseelands und Chiles schlossen sich der Erklärung nicht an. Frankreich erschien zum ersten Mal auf der Liste. Die Vereinigten Staaten beteiligen sich seit dem Amtsantritt der Regierung von Donald Trump nicht mehr an gemeinsamen Botschaftserklärungen zu diesem Thema.

Das Dokument bekräftigt die Universalität der Menschenrechte und erwähnt den „Mut der LGBTQI+-Aktivist:innen" auf der ganzen Welt. Die Erklärung verzeichnet auch Fälle von „gezielter Verfolgung und Diskriminierung" von Mitgliedern der LGBT+-Gemeinschaft, ohne konkrete Länder zu nennen.

Die Erklärung wurde am 29. Juni 2026 veröffentlicht — an demselben Tag, an dem ein Gericht in Orenburg Teilnehmer im Fall des Schwulenklubs Pose verurteilte und ein Gericht in Tschita die Strafe im Fall des Klubs Jackson verschärfte. Beide Einrichtungen waren in Russland als „extremistische Zellen" anerkannt worden. Diese Fälle werden im Text der Erklärung nicht erwähnt.